Verteidigungsetat der USA


Unter der Käseglocke des „Westens“ ist es still geworden um die „Schuldenkrise“: Die Griechen haben mit Herrn Tsipras einen Anführer, der willfährig die Politik der sogenannten „Troika“ umsetzt und die >>Deutsche Bank, die Unicredit und die Societé Generale scheinen einen Großteil ihrer Griechenland-Anleihen an die EZB abgegeben zu haben.

– Aus Sicht der europäischen Großbanken ist das Thema „Schuldenkrise“ damit erstmal vom Tisch.

Auch in den USA ist es auffallend ruhig um das Thema „Staatsschulden“. Dabei droht zwischen November und Ende Dezember wieder einmal (zum neununsiebzigsten Mal seit 1960) die Erhöhung der sogenannten „gesetzlichen Schuldenobergrenze“ in den USA. Sie wissen schon: Das spannende Ritual, bei dem unsere Medien tagelang zittern und sich überschlagen mit Fragen, wie: „Müssen in Washington jetzt alle Museen geschlossen werden?“

US Schuldenlimit

Oh ja, das wird wieder „historisch“ werden und ich rate Ihnen jetzt schon, sich zwischen Ende Oktober und Ende November einige Nächte frei zu halten, in denen Sie vor Aufregung Fingernägel-kauend vor dem Fernseher sitzen, um zu beobachten, wie sich „Demokraten“ und „Republikaner“ im US-Kongress eine „demokratische Schlacht“ um die Anhebung der US-Bundesschulden liefern. Und dann kommt Weihnachten und wir stehen abermals vor einer spannenden Frage: „Wird der Weihnachtsmann auch in diesem Jahr wieder Geschenke bringen?

– Hochspannung pur!

Dabei gilt doch: Solange „Santa Claus“ von Coca-Cola gesponsert wird, ist auf den alten Sack Verlass! Und solange der US-Dollar ungedeckte Weltleitwährung und somit beliebig nachdruckbar (bzw. per Mausklick produzierbar) bleibt, können die USA Schulden machen, soviel sie wollen.

Auch in diesem Jahr wird die Neu-Schulden-Aufnahme der USA so hoch sein, wie sämtliche Staatsschulden Griechenlands seit 1955, nämlich rund 400 Mrd. USD (Quelle: Statista.de)

Zieht man die Zahlen von Ende 2014 heran, haben die USA eine Staatsschuldenquote in Relation zum Bruttoinlandsprodukt von 104%. Da liegt man auf dem Niveau des gerade „de facto“ Pleitelandes Zypern (107%) oder des Sorgenkindes Irland (109%) (Quelle: finanzmarktwelt.de).

Staatsschulden USA_1792bis2015

Zu beachten: Die US-amerikanische „trillion“ ist bei uns in Europa die „Billion“!

400 Milliarden US-Dollar Neuverschuldung in 2015 – Wo fließt das ganze Geld hin, das die USA in Form neuer Schulden aufnehmen?

Einer der größten Budgetposten der Vereinigten Staaten sind die Ausgaben für die „Landesverteidigung“:

Verteidigungsausgaben_USA_Verlauf

Zu beachten: Die US-amerikanische „billion“ ist bei uns in Europa die „Milliarde“!

Nun kann man bei solch einem gewaltigen „Verteidigungsetat“ sinnvollerweise die Frage stellen:

Gegen wen müssen sich die USA verteidigen?

USA

Die verzweifelte Verteidigungslage der USA: Im Süden die militaristischen Mexikaner. Im Norden der Erzfeind Kanada. Und drumherum ganz viel hochaggressives Wasser.

Ganz klar: Im Falle der USA von einem „Verteidigungsetat“ zu sprechen, ist Orwellscher Neusprech. Es handelt sich hier vielmehr um einen Kriegs-, oder auch Angriffs-Etat, den der Kriegsminister der USA (sein Name derzeit: >>Ashton Carter) zu managen hat.

Nun vergleichen wir einmal die Kriegsausgaben der USA mit denen anderer Länder weltweit:

Verteidungsausgaben 2014 weltweit

Rüstungsausgaben 2014 in Mrd. USD // Quelle: SIPRI

Die USA geben mehr für Militär aus, als alle zehn folgenden Länder zusammen. Hegemonialmacht zu sein, geht offenbar richtig ins Geld!

Quizfrage: Von welchem Staatschef geht somit die größte Gefahr für den Weltfrieden aus?


Richtig! Die größte Gefahr für Wasauchimmer geht in „Demokratien“ selten von irgend einem Vorturner aus, egal, ob der nun Obama, Meier, oder Murksel heißt. Die Entwicklung der Kriegsausgaben der USA in den letzten 15 Jahren (siehe weiter oben) zeigt doch gerade, dass es völlig wurscht ist, wen unsere Freunde jenseits des großen Teiches „demokratisch“ zum Präsidenten wählen. Selbst (oder: gerade!?) das Wählen eines Friedensnobelpreisträgers bringt da überhaupt nichts.

Kann es vielleicht sein, dass die zugekifften „68er“ im bundesrepublikanischen Westen, die verblendeten Sozialisten im Osten, sowie der linksradikal-kommunistische US-Präsident >>Eisenhower doch Recht hatten mit ihrer These, dass es in Nordamerika einen >>„militärisch-industriellen Komplex gebe, der soviel Einfluß habe, dass er die Geschicke des Staates bestimme?

Denken Sie mal darüber nach!

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