Not the yellow from the egg


Ist das Wetter auch noch so trübe, es gibt doch immer etwas zu lachen: So hat sich gestern der in die EU-Kommision entsorgte Anglistik-Fachmann Günther Oettinger zu Wort gemeldet.

Der stuttgarter Möchtegern-Kosmopolit, von dem Manche sagen er könne gar nichts, außer Schwäbisch, hatte zuvor im Schwarzwald an einem obskuren Treffen abgewrackter Transatlantiker teilgenommen: >Siehe „Gipfeltreffen in der Schwarzwaldhütte“auf BILD.de.

Dort scheint ihm das Händeschütteln mit den abgetakelten Showgrößen Thomas Gottschalk (RTL „Das Supertalent“), Stephanie zu Guttenberg (RTL2 „Tatort Internet“) und Bill Clinton den rudimentär vorhandenen Verstand so dermaßen vernebelt zu haben, dass er sich dringend berufen fühlte, zwei Tage später mit einer „epochalen Rede“ zum allgemeinen Euro-Bashing beizutragen.

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Und was er nicht alles gesagt hat, hui, ui, ui…

Europa zelebriere „Gutmenschentum“, Frankreich sei überhaupt nicht auf die Krise vorbereitet und Länder, wie Bulgarien, Rumänien und Italien seien alle „unregierbar“.

Um die Lufthoheit über die Stammtische zu erobern, darf natürlich auch ein gepflegtes Eindreschen auf Deutschland nicht fehlen: In Berlin werde „mit Betreuungsgeld, Frauenquote und Mindestlohn die falsche Tagesordnung“ bearbeitet.

Als Rezept gegen alles empfiehlt der die Karriereleiter hinaufgefallene „Energiekommissar“ (Monatseinkommen EUR 19.910 brutto + Zulagen von ca. EUR 3.600) den üblichen neoliberalen Schmarrn a la „Rentensenkung“, „Staatsquote runter“, „Kein Mindestlohn“ etc. bla bla

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…Wow, na das ist ja mal was Neues!

Wie nicht anders zu erwarten, fällt solcherlei großkotziges Euro-Bashing und neoliberale Dampfplauderei in Deutschland auf fruchtbaren Boden. So sind die Online-Kommentarspalten voll von Aussagen, die sinngemäß lauten: „Mei, ich dachte ja er wär´ ein Volldepp. Aber jetzt wird er mir direkt sympathisch.“

Schon vergessen, wer oder was Günther Oettinger ist? – Na dann hören Sie sich das mal an:

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Ach Günther – wohl nicht der letzte Möchtegern-Populist, der versucht, sich auf der Welle der Euro-Krise nach oben spülen zu lassen.

Armes Deutschland. Armes Europa. Das Lachen gefriert – passend zum Wetter.

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5 Gedanken zu “Not the yellow from the egg

  1. now we have the salat ! Das ist sein Repertoire.
    Der Herr Oe. sollte sich einmal in Pakistan umsehen, volle Liberalisierung, kaum jemand zahlt Steuern, die Oberen kuemmern sich nur um sich sebst. Die Bewohner werden sich selbst ueberlassen.
    DAS ist es, was er anstrebt ? Und so ein Mensch ist einmal auf das deutsche Grundgesetzt vereidigt worden ?
    Einigkeit und Recht und Freiheit… alles vergessen !

  2. Möchte mich gerne dem Schlussatz anschliesen… . Danke Frau Merkel. ..Erschreckend und leider gar nicht so lustig,wie der erste Eindruck glauben macht.

    • Bemerkennswert an dieser „Dame“ und ihrer Bundesregierung ist, daß sie es trotz politischem Dauerversagen schaffen, stets die Bevölkerung hinter sich zu halten. Man kann nur noch den Kopf schütteln!!!!!!

    • Was bei uns in Deutschland zur Zeit abgeht ist so unglaublich, dass man fast nur mit Traurigkeit, Entsetzen oder Wut (im besten Fall mit Humor) reagieren kann:

      Eine neue nationale Besoffenheit in Verbund mit extremer Kurzsichtigkeit und wirtschaftspolitischem Hyper-Klientelismus.

      …Nur nicht entmutigen lassen..!

      Schöne Grüße!
      Waldemar Meyer

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