Aus ein paar „Spinnern“ ist ein Bürgerprotest geworden


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Der folgende Demonstrant bringt seine Forderungen außergewöhnlich prägnant auf den Punkt.

  • Er kritisiert drastische Geldmengenausweitungen und verdeckte Inflation.
  • Er kritisiert das fraktionale Bankensystem, das heute zum internationalen Standard geworden ist (zur Erklärung dieses Banksystems hier klicken: Video-TIP: Wie funktioniert Geld?)
  • Er kritisiert Bail-Out Programme für die größten der großen Investmentbanken.
  • Er kritisiert den FED Act von 1913, der der FED die uneingeschränkte „Lizenz zum Gelddrucken“ beschert hat.
  • Er kritisiert Insiderhandel an den wichtigsten Börsenplätzen (ein Fakt übrigens, den Ihnen jeder Daytrader oder sonstige Insider sofort bestätigen kann)
  • Er fordert eine Re-Regionalisierung der Steuereinnahmen auf die einzelnen US-Bundesstaaten.
  • Er fordert eine goldgedeckte Währung.
  • Er fordert den Rückzug der USA aus Afghanistan.
  • Er fordert ein Re-Industrialisierungsprogramm für die US-Volkswirtschaft.
  • Er fordert eine Verringerung des Einflusses von Unternehmen auf die Politik.

Er übernimmt damit sehr stark die Denkweise der „österreichischen Schule der Nationalökonomie“ und beweist, dass er viele der wirklichen Ursachen der Finanzkrise glasklar erkannt hat (womit er dramatisch weiter ist, als z.B. unsere größtenteils neoliberalen, eindimensional argumentierenden sogenannten 5 Wirtschaftsweisen…).

Er outet sich als Anhänger des republikanischen Präsidentschaftskandidaten-Kandidaten Ron Paul und zeigt aber gleichzeitig, dass viele der uralten Forderungen der Linken mitlerweile vollkommen deckungsgleich sind mit Positionen traditioneller Marktwirtschaftler.

Manche der scheinbaren Grenzen zwischen „rechts“ und „links“ verwischen, und das ist auch gut so! Wir müssen feststellen, dass Vieles, was wir immer noch als „freie Marktwirtschaft“ (egal, ob in Deutschland oder in den USA) bezeichnen weder etwas mit „frei“ noch mit „Marktwirtschaft“ und Wettbewerb zu tun hat.

Wer durch vollkommen hirnlose, neoliberale „Deregulierung“ (diese Ideologie hat uns nunmehr 20 Jahre lang begleitet!) es erlaubt, dass Oligopole entstehen, die nicht mehr demokratisch kontrollierbar sind, der hat von „freier Marktwirtschaft“ nicht die geringste Ahnung. – Sondern er fungiert als dumpfer Nachplapperer und/oder gewissenloser Vertreter von Partikularinteressen (Gruß an die Herren Fricke, Westerwelle, Solms, Brüderle, Merz, Metzger, Schröder, Asmussen und Steinbrück).

Noch etwas zeigt meiner Meinung nach der folgende Beitrag: Wer (wie z.B. die „Zeit“-Online) die Demonstranten in den USA als „die Netten im Park“ verniedlicht und meint, sie als eine Meute von versprengten Spinnern und reinen „Kapitalismus-Gegnern“ darstellen zu müssen, der sollte sich Fragen, ob er alle Tassen… – oder: vornehmer ausgedrückt –  noch den vollen Durchblick hat!

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14 Gedanken zu “Aus ein paar „Spinnern“ ist ein Bürgerprotest geworden

    • ich kann ihren optimismus leider noch nicht teilen.

      so wünschenswert es wäre, daß in den usa eine große demonstrationsbewegung entsteht, die soviel druck machen kann, dass sie durchgreifende reformen im us-zentrierten finanzsystem durchsetzen kann, so muß man derzeit immer noch vorstellen, dass zwar in den letzten tagen aus 700 aktivisten 7.000 geworden sind. aber auch das ist noch viel zu wenig! für echten druck müßten hunderttausende in den vereinigten staaten auf die straße gehen!

      lassen sie uns weiterhin davon träumen.

      mfg, herbert bürgner

  1. Heute ist das Thema völlig überdeckt durch den Tod von Steve Jobs. Ich verstehe zwar, dass viele Menschen vom Tod des Apple-Chefs berührt sind.

    Aber denn gibt es zur Zeit wichtigere Themen, sie Sie herr Meier tagtäglich zeigen. Machen Sie bitte weiter so.

    Grüße aus Hamburg

    Andreas M.

    • Sehr geehrter Andreas M.,

      vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihren Zuspruch!

      Ich finde es sehr schön, dass die Klickraten des Blogs von Tag zu Tag immer rasanter nach oben gehen und dass sich auch schon einige Personen hier regisitriert haben, um per E-Mail über neue Artikel informiert zu werden.

      Wenn Sie möchten, registrieren Sie sich doch einfach auch auf der Startseite (rechts in der Mitte).

      Herzliche Grüße!

      Waldemar Meyer

    • Hallo Gast,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Ich weiß nicht, ob es wirklich ein GOLDstandard sein muß, mit dem wir neue, solide Währungen aufbauen werden. Aber Eines scheintt mir klar zu sein: Wir MÜSSEN und wir WERDEN wieder zu (durch was auch immer) gedeckten Währungen zurückfinden!

      Diese Deckung muß nicht unbedingt durch die Hinterlegung von Gold erfolgen. Geld kann auch durch andere Güter gedeckt werden. Wichtig ist nur, dass dies Güter sind, die

      a) knapp und nicht beliebig und schnell vermehrbar sind und
      b) in der allgemeinen Wahrnehmung eine, am besten jahrhundertealte Tradition als „wertvoll“ aufweisen
      können.

      Das könnte zum Beispiel auch ein Korb aus Rohstoffen sein.

      Nur eines ist völlig klar: Das ungedeckte Währungssystem, das wir momentan, und bereits seit 1971 haben, ist nichts anderes als Betrug am Sparer, Betrug am Bürger!

      Noch nie (!) in der gesamten Menschheitsgeschichte haben ungedeckte Geldsysteme auf Dauer durchgehalten, meißt betrug ihre Halbwertszeit nur wenige Jahre bis Jahrzehnte.

      Das genau dieser Fakt in praktisch allen Diskussionen und Finanzkrisen-Ursachen-Suchen unserer sogenannten „Wirtschaftsexperten“ nie vorkommt, zeigt, dass diese „Wissenschaftler“ entweder dumm und unhistorisch, oder schlicht verlogen sind.

      Dass ganze Legionen von Sparern und Finanzberatern heute meinen, dass Ersparnisse auf Festgeldkonten, in Sparbüchern, in Riester- und Rürup-Renten „sicher“ seien, zeigt das da in den letzten 4 Jahrzehnten eine perfekte Propaganda und Gehirnwäsche stattgefunden hat.

      Ich wüde gerne mal in der Propaganda-Show für gehirnampoutierte „Günter Jauch“ in der ARD eine Diskussion mit dem jungen Mann aus dem Video über genau die Themen, die ER in dem Video anpricht sehen, anstatt den 20ten INSM-Schwachsinn von Figuren wie Oswald Metzger und Hans-Olaf Henkel reingedrückt zu bekommen.

      Wie auch immer, zurück zum Thema: das Vetrauen ins Geld muß wieder hergestellt werden. Und das wird, so meine Meinung, nur mit gedeckten Währungen funktionieren.

      Mit herzlichen Grüßen

      Waldemar Meyer

    • völlig wurscht was für ein standard: es muß endlich schluß sein mit der unbegrenzten gelddruckerei! das ist nichts anderes, als eine schleichende enteignung von uns allen.

      dieses system aus zentralbanken die ihr geld an banken weitergeben, die wiederum dieses geld um den faktor 10 vermehren, konnte nur solange durchhalten weil kaum jemand das system kapiert.

      schluß damit!!! zurück zu gedeckten währungen!

    • Tja. hallo „Gast“ (kennen wir uns???),

      ich finde durchaus, dass es auf diesen Seiten richtig direkt, aufregend und unverblümt zur Sache gehen kann.

      Denn schließlich heißt der Blog ja „Meyer´s Meinung“ und nicht „Meyer´s Steuererklärung“… 😉

      Grüße an unbekannt!

      Waldemar Meyer

  2. Ich halte es für möglich, dass wir gerade den Beginn der ersten globalen und weltumspannenden Revolution der gesamten Menschheitsgeschichte sehen. Ich hoffe das wir Menschen den Mut haben die Welt zu verändern, dass Kinder wieder eine Zukunft haben, dass wir Menschen wieder eine Gesellschaftsform aufbauen können, wo es sich lohnt miteinander und für einander zu leben. Ohne parlamentarischen Lobbyismus … ohne Klientelbedienung … sondern das Politiker erkennen müssen, wem Sie verpflichtet sind, Ihren alle Wählern, allen Ihren Mitbürgern … sie sollten vielleicht alle Artikel 56 GG (Ihren Eid) dazu lesen.

    • ja! Ein sehr guter, optimistischer und lebensbejahender Kommentar!

      Es ist so wie Sie schreiben: Wir haben so viele Möglichkeiten, die Dinge ins Positive zu verändern! Der STATUS QUO wirkt nur auf den ersten Blick wie festzementiert! Wir haben alle Möglichkeiten, in einer Welt, die uns immer als alternativlos verkauft wird, für Alternativen zu sorgen!! Wir müssen (`NUR` noch) unsere Angst vor Veränderung ablegen und einige von uns müssen (`NUR´noch) anfangen zu denken. Aber das wird schon, da schließe ich mich Ihrem Optimismus gerne an!!

      Nils Behrens aus Hamburg

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