Ukraine: Worum es wirklich geht


Die überdimensionale EU-Erweiterung.  Von der EU mitfinanzierter und unterstützter Umsturz in der Ukraine. Schwächung  und Isolierung Russlands – all dies dient dazu, den USA und ihren Verbündeten, also auch uns, billige Rohstoffe und deren Transportwege weiterhin zu sichern (> ich hatte ausführlich darüber berichtet). Nur, wenn wir weiterhin Zugang zu billigem Öl und Gas haben, können wir unseren Lebensstil auf dem Niveau fortsetzen, das wir bislang gewohnt sind.*

Im Rahmen dieser Strategie ist es unser Ziel, Russland an seinen Rändern in unzählige Konflikte zu manövrieren. So jedenfalls beschreibt es der ehemalige US-Regierungsstratege Prof. Zbigniew Brzeziński  in seinem 1997 erschienenen Buch >„Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft“.

Niemand will einen Krieg mit Russland. Das Land soll sich lediglich in der Ostukraine eine Art neues „Afghanistan“ einfangen: einen Grenzkonflikt, der über Jahre schwelt und Russland nachhaltig schwächt, sowie uns die Gelegenheit gibt, das Riesenreich nach Belieben international zu isolieren.

Titelbild

Deutscher Qualitätsjournalismus** in Kriegszeiten – jedoch nicht völlig unumstritten, wie folgender Artikel zeigt: http://meedia.de/2014/07/28/spiegel-ressortleiter-die-drohende-revolte-gegen-chefredakteur-buechner/

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Wir dürfen live erleben, wie sich die sogenannte „westliche Welt“, also wir, durch nichts davon abhalten lässt/lassen, die strategisch erdachten „Rohstoff-Beutezüge“ (Prof. Daniele Ganser) konsequent durch zu ziehen: „Ein erschwindelter Krieg im Irak mit herbeigelogenen Begründungen durch die USA, der arabische Frühling, Syrien und nun die Ukraine. Alles äußerst undurchsichtige Konflikte. Zwar ist es da nicht so eindeutig wie im Fall Irak, dass die USA einen Krieg unter falschen Vorwänden begonnen oder erlogen haben, aber hier entsteht ein Feuer nach dem anderen am Rand Europas. Und es wird kräftig geschürt und nicht gelöscht.“ (Prof. Max Otte)

Hüttenkäse? - Na, das lässt ja tief blicken! // Quelle: www.spiegel.de

Hüttenkäse…? – Ist der etwa auch Vegetarier? // Quelle: http://www.spiegel.de

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Die Rolle der westlichen, insbesondere der europäischen Medien fügt sich dabei gut in das Gesamtbild ein: es zeigt sich, dass Europa keinesfalls eigenständig Politik machen und entscheiden kann. Die Dominanz der Hegemonialmacht ist Realität – nach, wie vor.

https://propagandaschau.files.wordpress.com/2014/07/bidhwghcaaaxgfz.jpg?w=598&h=349

Die freie Presse Europas in ihrer gelebten Meinungsvielfalt

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Wenn Sie nun meinen, alles würde gut werden, wenn „der Putin“ endlich einlenke (ganz nebenbei: simplifizierende Personalisierung dient in der Regel dazu, es einem Publikum, das man für geistig beschränkt hält, „leichter zu machen“…), müssen Sie Herrn Brzeziński  aber noch zu Ende lesen: der „Endfeind“ ist nicht Russland, sondern…: China!

Die alte Hegemonialmacht USA, weltweit verhasst und finanziell de facto bankrott, kämpft immer hysterischer gegen ihren Niedergang – und dieser wird sich wohl nirgendwo so drastisch zeigen, wie im asiatisch-pazifischen Raum, wo die neue Macht China nur klug zu taktieren und zu warten braucht, bis aus einer monopolaren eine multipolare Welt entsteht.

Wenn man also westliche Politstrategen vom Schlage eines Zbigniew Brzeziński ernst nehmen mag***, wird es wohl in ein paar Jahren soweit sein, dass der „neue Hitler“ (Hans Magnus Enzensberger) nicht mehr Hussein, Assad oder Putin heißt, sondern…: Xi Jinping.

Gewöhnen Sie sich schon mal an das Gesicht: Wenn es nach einflußreichen westlichen Politstrategen geht, ist DAS der kommende Staatsfeind Nummer 1 – egal, ob mit oder ohne Hüttenkäse.

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Der Kampf um billige Rohstoffe und eine Hegemonialmacht, die um ihr Überleben und ihren Status kämpft – wir lernen langsam wieder, wie Krieg entsteht.

Besser wäre es, zu lernen, wie man Krieg verhindert.

Denken Sie mal darüber nach!

Eine Alternative könnte natürlich sein, unseren Lebensstil radikal zu verändern. Nachdem ich jedoch keine einzige gesellschaftliche oder politische Gruppierung kenne, die sich wirklich ernsthaft und konsequent mit solchen Fragen beschäftigt, halte ich diese Alternative für unrealistisch.
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** Einen interessanten Kommentar zum aktuellen Titelblatt des Spiegel finden Sie hier: >http://www.nachdenkseiten.de/?p=22574#more-22574

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*** Dies sollte man alleine schon aus purem Eigeninteresse tun. Amerikanische Militär- und Politstrategen spielen mit sehr offenen Karten. Aber ein Brzeziński kann eben auch nicht mehr machen, als Bücher zu schreiben – lesen müssen Sie die schon selber.

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3 Gedanken zu “Ukraine: Worum es wirklich geht

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