ARCHIV 2011: 4 Wochen Chaos und 4 Leit-Themen für die nächsten Monate


Wie Sie vielleicht an den fehlenden Aktualisierungen auf dieser Homepage gemerkt haben, bin ich die letzten vier Wochen in Urlaub gewesen und habe mich dabei ganz bewußt von jeder Informationsaufnahme durch Massenmedien (TV, Print etc.) wie auch von E-Mails und Handy abgeschottet.

Ich war also die letzten 4 Wochen hauptsächlich im Nahen und Mittleren Osten und habe fast nichts von der westlichen Welt mitbekommen. Gestern wieder zurückgekehrt, fragte ich mich: „Was hat sich inzwischen geändert?“ – Die frustrierende Antwort: Nichts!

  • Scheinbar wurde wochenlang weiter über Griechenland geredet, ein Land mit der Wirtschaftskraft von Hessen.
  • Auf dem G20-Gipfel in Cannes wurde wohl fast ausschließlich Selbiges getan und man wurde sich in praktisch keinem wichtigen Punkt einig.
  • Rating-Agenturen `raten´ weiter, wie die Zukunft wird und `verraten´ sich dabei auch gerne mal, wie im Falle von Frankreich geschehen.
  • Ein Land wie Belgien, das, obwohl seit mehr als 500 Tagen ohne Regierung, kräftige Reformschritte beschlossen hat, wird gnadenlos „downgegradet“.
  • Die USA, die alle drei Monate eine NEU-Verschuldung fast in Höhe der kompletten Staatsschulden Griechenlands anhäufen (rund 400 Mrd. USD) und dabei völlig reformunfähig erscheinen, werden von Ratingagenturen dagegen mit Samthandschuhen angefaßt und mit größter Zurückhaltung behandelt.
  • Auch die Tatsache, dass, wie von mir prognostiziert (siehe >KLICK HIER) das „Super-Commitee“ in den USA keine relevanten Sparbeschlüße gefasst hat und statt dessen nur festgestellt hat, dass man sich nicht einigen könne, wurde von den ach so objektiven Ratingagenturen auffallend wenig thematisiert.
  • Fox, CNN und nahezu alle westlichen Leitmedien schlagen auf Syrien ein, als gäbe es kein Morgen.
  • Die US-Botschaft in Damaskus fordert alle US-Bürger dringend dazu auf, das Land so schnell wie möglich zu verlassen.

.

Gab es denn in den letzten vier Wochen so gar nichts Positives?

Doch: „Bunga-Bunga“, ein nationalistischer, chauvinistischer, skrupelloser, mutmaßlich durch und durch korrupter Multimilliardär ist endlich weg vom Fenster! Daran sehen wir, dass diese Euro-Krise positive Konsequenzen haben kann, die mittel- bis langfristig sehr heilsam sein können.

  • Während Italien einen Lügner weniger in öffentlicher Position hat, meldet sich bei uns einer wieder zurück.
  • Aber, mit Verlaub: wen interessiert dieses „Comeback“ denn schon?
  • Quelle: http://www.spiegel.de, 24.11.2011

Und: die EU hat endlich (!!) ein Verbot von CDS angekündigt, wie von mir im letzten Artikel avisiert (siehe >KLICK HIER).

.

Wie geht es jetzt weiter?

1.)

Immer offensichtlicher wird der Zerfall des weltweiten Finanzsystemes, wie es die letzten 60 Jahre existiert hat (mit den USA und GB als Zentren des internationalen Finanzwesens). Vermutlich werden wir schon bald weltweit drei große „Finanzblöcke“ sehen, die sich gegenseitig immer stärker voneinander abgrenzen (USD-Block, Euro-Block, Yuan-Block), die miteinander konkurrieren und voneinander zunehmend unabhängiger werden.

Das Interessante, aber auch zugleich höchst Gefährliche was wir derzeit erleben, das ist nicht weniger, als der Zerfall der globalen Ordnung, wie wir sie in den letzten Jahren kannten. Die Entwicklung von einer „bi-polaren“ (USA, UdSSR) über eine einzeldominierte (USA) zu einer „multipolaren“ Welt vollzieht sich vor unser aller Augen und sie wird dazu führen, dass unsere Welt, unser ganzes Umfeld, in 10 Jahren sowohl politisch, wie auch wirtschaftlich, finanziell und kulturell deutlich anders aussehen wird, als heute.

Wichtig wird sein, dass dieser Umwälzungsprozess, bei dem alte Großmächte verfallen und neue sich herausbilden, möglichst friedlich ablaufen wird!

.

2.)

Im Nahen Osten scheint sich eine höchst gefährliche Rekolonialisierungspolitik fortzusetzen, bei der nicht nur die USA (in Syrien, Lybien etc.), sondern auch Europa (wie in Lybien geschehen) kräftig mitmischen. Besonders auffällig sind hier die zunehmenden Konflikte mit Rußland und China, die derzeit die einzigen Mächte zu sein scheinen, die noch einen Angriff der USA / Nato auf Syrien und den Iran verhindern können.

Das größte finanzpolitische und auch sicherheitspolitische Risiko geht für mich derzeit von den USA aus. – Eine Hegemonialmacht, die mit Zähnen und Krallen ihren alten Status zu erhalten versucht, deren Finanz- und Wirtschaftswesen restlos am Ende sind und die sich erst am Anfang einer (wohl mindestens ein bis zwei Jahrzehnte andauernden) Konsolidierungsphase befindet. Doch gerade, weil diese Ex-„Supermacht“ so mit dem Rücken zur Wand steht, wird sie immer gefährlicher für den Rest der Welt. Denn sie könnte beginnen, noch wilder als bisher um ihre althergebrachte Rolle zu kämpfen.

Wie ein solches „Um-sich-schlagen“ aussehen kann, das können wir Europäer seit bald zwei Jahren live erleben: Unsere Währung wird in einem regelrechten Währungskrieg in Schutt und Asche spekuliert und es ist klar erkennbar, dass der angelsächsische Raum frontal die Euro-Zone angreift.

Doch, was ist das Ziel dieses Spiels? Soll wirklich der Euro zerfallen? Ich verstehe weiterhin die Motive der USA nicht, die Euro-Zone dermaßen sturmreif schießen zu wollen… Wozu das Ganze? Wenn Sie eine Idee zu den Motiven in diesem Währungskrieg haben, schreiben Sie bitte in den Kommentarbereich für diesen Artikel.

.

3.)

Europa schafft es derzeit noch nicht, sich aus den Fängen der Hegemonialmacht USA zu emanzipieren. Dies gilt besonders stark in politischer Hinsicht. Aus finanzsystemischer Sicht gibt es zumindest (noch zu) halbherzige Versuche, sich aus dem Würgegriff internationaler Spekulanten und angelsächsischer Ratingagenturen zu befreien.

Es besteht jedoch weiterhin die Chance, dass Europa den Währungskrieg zwischen US-Dollar und Euro nutzen kann, um sich neu zu erfinden und die europäische Integration schneller voran zu treiben, als man sich das noch vor drei, vier Jahren vorstellen konnte.

.

4.)

All dies passiert jedoch zu einer Zeit, in der die weitgehend ungedeckten und mit Zins gekoppelten Geldsysteme in den westlichen Industrieländern wieder einmal in eine Schlußphase gelangen. Diese „Schlußphase“ ist gekennzeichnet durch extrem schnelle und extrem hohe Vermögenszuwächse auf der einen Seite (die berühmten obersten 10%) und genauso schnelle und hohe Schuldenzuwächse auf der anderen Seite (Staatsschulden, Schulden von Privaten, etc.).

Solche Geldsysteme müssen sich ganz automatisch regelmäßig ad absurdum führen und dann durch Schuldenschnitte und gleichzeitiges Vernichten von Geldvermögen reformiert werden.

Daran ist nichts außergewöhnliches, auch, wenn die Funktionsweise unseres Geldsystemes den Meisten von uns vollkommen unbekannt ist

.

Das scheinen für mich die vier großen Themen zu sein, an denen sich die Nachrichtenlage der kommenden sechs bis 12 Monate orientieren wird. Was das im Einzelnen ganz konkret für uns alle bedeuten kann, dazu werde ich (ab sofort wieder regelmäßig) pointiert in diesem Meinungs-Blog Stellung nehmen – und freue mich dabei auch über jeden Kommentar von Ihnen, liebe Leser!

.

31 Gedanken zu “ARCHIV 2011: 4 Wochen Chaos und 4 Leit-Themen für die nächsten Monate

  1. Hallo,

    ich bin genau Ihrer Meinung, wir diskutieren über Belanglosigkeiten, um damit von den eigentlichen, wichtigen Dingen abzulenken.
    Ich bin der Meinung, dass die USA die Eurozone als Rivalen und Erzfeind erkoren hat und nun versucht, diesen systematisch zu manipulieren und zu zerstören.

    Ich denke wir werden uns auf massive und bisher noch nicht vorstellbare neue gesellschaftliche und politische Veränderungen einstellen müssen

    Torsten Trostdorf

    • 100% Zustimmung!

      Ich glaube daß Viele noch gar nicht kapieren, was auf uns zukommen wird.

      Den meisten ist die Tragweite der Veränderungen die in den nächsten Jahren nötig sind noch nicht mal ansatzweise klar.

      Ich jedenfalls freue mich schon auf eine Welt, die bunter werden wird, in der der Westen nicht nur US-dominiert sein wird. Es gibt schließlich auch noch was anderes, als Coca Cola, Madonna, Tom Hanks etc.

      Ich hoffe, dass wir es rechtzeitig schaffen und nach Osten hin zu oriientieren.

      Eine Kriegsgefahr sehe ich dabei im Moment noch nicht. Noch sind alle großen Nationen zu sehr aufeinander angewiesen, wie zum Beispiel China und die USA zur Zeit untrennbar miteinander verquickt sind.

      E. Hartmann

    • Hallo Herr Trostdorf,

      ich kann meinem Kommentar-Vorredner nur zustimmen: Wir brauchen mehr Leute, wie Sie, die bei all den verwirrenden Nachrichten noch eine klare Meinung haben und diese auch artikulieren!

      Herzliche Grüße
      Waldemar Meyer

  2. Hello,

    ich habe keine Ahnung und bin auf der Suche. Die Artikel sind super und ich zelebriere jeden einzelnen. Wie es die New Kids sagen würden.. weiter so JUUNGEEE!

  3. HALLO Herr Meyer, ENDLICH wieder zurück aus dem URLAUB! Hab schon Ihre treffenden Artikel vermisst!!

    Die Rolle der USA haben Sie sehr treffend beschrieben!! Seien wir FROH daß das im Moment nur ein WÄHRUNGSKRIEG ist. Die EUROZONE soll komplett fertiggemacht werden um die einzelnen Eurostaaten wieder stärker an UNCLE SAM binden zu können! Denn in letzter Zeit, vor allem während der Finanzkrise 2008 und 2009 wurden die Europäer gegenüber den USA zu SELBSTBEWUSST!

    derstefan73

  4. „Doch, was ist das Ziel dieses Spiels? Soll wirklich der Euro zerfallen? Ich verstehe weiterhin die Motive der USA nicht, die Euro-Zone dermaßen sturmreif schießen zu wollen“

    Ich denke, der Euro ist einfach aus der Sicht der Amis ein „Gegner“ des Dollars. Es geht doch jetzt nur noch darum, wer (nicht) als erstes am Ende ist.

    Insgesamt ein schöner Artikel, dem ich nur zustimmen kann.

    • Hallo icke,

      auch, wenn es einen fast erschaudern lässt – treffender hätte man es wohl kaum beschreiben können: „Es geht doch jetzt nur noch darum, ****WER (NICHT) ALS ERSTES**** am Ende ist.“

      Wahrscheinlich geht´s wirklich nur noch darum…

      Schöne Grüße!
      Waldemar Meyer

  5. Interessen an einem schwachen Euro oder dem Eurozerfall. Es ist doch ganz einfach. Ca 40 % des US BIP lebt von der Weltwährung USD. Im Vergleich des produktiven Gewerbes kann die USA durch die Verlagerung nach China überhaupt nicht mehr mithalten. Die Wirtschaft besteht aus Dienstleistungen und Finanzen. Sie lebt vermeintlich von der Substanz. Der Euro hat doch den USD bereits angegriffen. Die Europäer haben von den Amis in den JAhren 2002 bis 2007 die ganze Immobilien-Sch….e angedient bekommen und damit bereits mehrere Billionen über den Teich transferiert. Das reicht den Amis jedoch nicht. Wenn die Europäer sich nur halbwegs einig wären, würden die Amis schon jetzt in die extram harte Konsolidierung eintauchen. Das verhindert jedoch die atlantische Brücke mit Friedel, Liz und Angie. Die Interessen Europas werden verkauft.

    • Hallo Jo,

      das Verrückte ist ja: die „atlantische Brücke“ funktioniert nach wie vor perfekt! Gerade versucht sich in Deutschland ein ausgewiesener „Transatlantiker“ wieder ins Spiel zu bringen – Guttenberg… und er scheint ausreichend „Medien-Coverage“ zu bekommen, um tatsächlich im Spiel zu bleiben.

      In ganz schwachen Momenten träume ich davon, dass sich Europa mit den Schwellenländern bzw. BRICS-Staaten solidarisiert und sich langsam von seiner sturen „West-Orientierung“ löst… naja, vielleicht ist es ja in ein paar Jahren mal soweit.

      Schöne Grüße!
      Waldemar Meyer

  6. Der Wert der U.S. und A. Waehrung ist eigentlich nur noch Natural-rohstoffwertmaessig gedeckt. Durch die erhoehte Druckerei des Geldes entfaellt die Wertdeckung, durch z.B. Gold. saemtliche Versuche, Rohstoffe in anderen Waehrungen als in Dollar zu handeln, fuehrten zu Kriegshandlungen / Irak / Libyen / Afghanistan…
    Durch den Wegfall der Wertdeckung des Dollars durch Rohstoffe, wird der U.S. Dollar zum relativ wertlosen Papier, da zu oft gedruckt…
    Das Imperium wuerde zerfallen.

    • Hallo,

      ja, ein US-Dollar, der keine „Weltleitwährung“ mehr ist, der ist, aus heutiger Sicht vollkommen wertlos.

      Nur, wenn die USA jetzt weiterhin jedes Land angreifen, das versucht, sich aus der USD-Hegemonie zu befreien (und Sie haben die bisherigen Länder ja vollkommen korrekt genannt), wird das eine Politik sein, die kaum auf Dauer durchhaltbar sein wird. Viel einfacher wäre es, den USD zu reformieren und wieder mit einer soliden Gold-(oder sontwas Werthaltiges)Deckung zu versehen.

      Ich denke, das Land, das als Erstes wieder mit einer echten goldgedeckten Währung aufwarten kann, wird dermaßen hohe Kapitalzuflüsse erreichen, dass es für mehrere Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte ausgesorgt haben wird. – Angeblich (gerüchteweise) arbeiten die Chinesen an einer solchen Währung… oder, wer weiß: vielleicht denkt man ja auch in Washington schon so weit…

      Schöne Grüße
      Waldemar Meyer

      • nein, in einem wirtschaftssystem das so sehr auf wachstum ausgerichtet ist wie das ami-system, das kann gar nicht wieder zu einem goldstandard zurückkehren denn dann wäre ja das geld nicht mehr beliebig vermehrbar!!

        kann sein das man in ami-land irgendwann wieder eine goldgedeckte währung haben wird. aber das wird erst gehen nachdem dort das gesamte finanzsystem zusammengebrochen sein wird!

        • Ja, da würde ich Ihnen prinzipiell zustimmen. Aber, ich kann mir durchaus vorstellen, dass in den kommenden Jahren eine regelrechte Flucht aus ungedecktem Papiergeld einsetzen wird – und das würde dann zu dem ZWANG führen, eine oder mehrere gedeckte Währungen einzuführen.

          Was natürlich, wie Sie geschrieben haben, auch völlig richtig ist: mit einer vernünftig gedeckten Währung wäre unser Finanzsystem, wie wir es heute haben, nicht mehr möglich – also: kaum noch Spekulationsblasen, keine massiven Kreditausweitungen, keine Derivateblase und wohl auch keine weitere Globalisierung.

          Klingt eigentlich fast zu schön, um wahr zu sein…. 😉

          Waldemar Meyer

          • Guten Tag Herr Meyer,

            Sie schrieben:

            „Mit einer vernünftig gedeckten Währung wäre unser Finanzsystem, wie wir es heute haben, nicht mehr möglich – also: kaum noch Spekulationsblasen, keine massiven Kreditausweitungen, keine Derivateblase und wohl auch keine weitere Globalisierung.

            Klingt eigentlich fast zu schön, um wahr zu sein….“

            Sie vergessen, dass gerade auch durch Blasen und fast unbeschränktes Kapital oft Dinge geschaffen werden, die vielleicht zum Zeitpunkt der Entstehung überdimensioniert waren, aber dafür von ungeahnter Wichtigkeit sein können. Denken sie z. B. an die Dotcom-Blase. DIese führte zu einem Ausbau des Internets in einem (damals) völlig unverhältnismäßigen Ausmaß. Heute haben die übrigen Technikbereiche aufgeholt, und wir profitieren extrem von dem, was damals im Fieber ohne Rücksicht auf Kosten und Refinanzierungsrechnungen geschaffen wurde. In Blasen zeigt sich also das volle Schaffenpotential der Beteiligten.

            Wenn man bedenkt, dass zu Zeiten der von Ihnen so favorisierten Golddeckung maximal halb soviele Menschen die Erde bevölkerten wie heute wird klar, dass eine Golddeckung zu einer massiven Selbstbeschränkung der Menschheit in ihrem Schaffenspotential bedeuten würde. Ebenso das ersehnte Ende der Globalisierung. Die Fähigkeit zu komplexer Kooperation ist es, die die Menschheit zu angesichts der Schwäche des Individuums unglaublichen Leistungen befähigt. Das funktioniert auch in globalem Maßstab. Wir brauchen vielleicht eine gerechtere Globalisierung, aber diesen Prozess abzulehnen ist doch, bitte entschuldigen Sie das Wort, Wahnsinn.

            Sie schrieben ferner: „Ich denke, das Land, das als Erstes wieder mit einer echten goldgedeckten Währung aufwarten kann, wird dermaßen hohe Kapitalzuflüsse erreichen, dass es für mehrere Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte ausgesorgt haben wird.“

            Wie soll das funktionieren? Wenn das Land soviel Geld einnehmen will, dass es über Jahrzehnte davon leben kann, sprechen wir bei einem Land relevanter Größe von mehreren Billionen Euro. Sollen diese goldgedeckt sein, muss das Land also gigantische Mengen an Gold aufkaufen. Gold ist endlich. Also funktioniert das vielleicht bei einem Land, aber für das Nächste ist schon kein Gold mehr da. Eine einzige goldgedeckte Währung lässt die Welt aber auch nicht stabiler werden.

            Insofern: wir müssen erreichen, dass wieder mehr Vernunft und weniger Psychologie im Finanzwesen herrschen, dass Sachwerte die Grundlage für Investitionsentscheidungen bilden, und nicht z. B. alle an den erwarteten psychologischen Auswirkungen einer Ratingentscheidung verdienen wollen und somit eine self-fulfilling prophecy bewirken. Extrem kurzfristige Spekulationen müssen eingedämmt werden.

            Bei allen diesen Aufgaben hilft uns Gold sicher nicht weiter.

            Danke für’s Lesen und schöne Grüße…

          • Hallo Herr Meier,

            vielen Dank für Ihren äußerst fundierten Kommentar!

            Was den „Goldstandard“ angeht, so hätte ich mich etwas weniger oberflächlich äußern sollen:

            – Ich glaube, dass wir schon sehr bald wieder zu generell gedeckten Währungen zurückkehren werden – alleine schon deshalb, weil die Allgemeinheit nichts anderes mehr akzeptieren wird, wenn sie das Vertrauen zum derzeitigen Geld verloren hat.
            – Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das wieder eine reiner Goldstandard werden wird, denn (da bin ich mit Ihnen völlig d´accord) es gibt schlicht und ergreifend viel zu wenig von dem Zeug.
            – Daher denke ich, eine solche Deckung wird vielleicht in Form von „Rohstoffkörben“ erfolgen, in denen Edelmetalle nur ein kleiner von vielen Bestandteilen sein werden… und ich glaube, dass der Währungsraum, der als erstes eine Deckung durch Sachwert einführt, einen riesen Vorsprung vor anderen Währungsräumen haben wird.

            Was die Effekte von ökonomischen „Blasen“ angeht:

            Mh… wenn ich mir zum Beispiel ansehe, was für Sensationelles in Dubai geschaffen wurde, dann habe ich auch das Gefühl, dass die Blasenbildung dort geholfen hat, maximale Kreativität und Produktionspotentiale freizusetzen. Aber: Was wurde zum Beispiel im Zuge der US-Immobilenblase geschaffen? Dinge, die nachhaltig von Wert sind und die die Menschheit positiv beeinflußen werden? …

            Vielleicht gibt es einen Unterschied zwischen „Spekulationsblase“ und „rasanter technologoischer Entwicklung durch uneingeschränkten Kapitalverkehr (…Sie merken, man kommt hier in Themen rein, bei denen man fast noch einen Historiker und einen Soziologen an den Tisch holen müsste, um so ein Thema überhaupt überblicken zu können….)

            Ich denke, dass Blasenbildungen in unserem Wirtschaftssystem vollkommen normal und (wie Sie schreiben) sogar wünschenswert sind. – Aber: Dann müssten wir auch das Gegenteil davon akzeptieren, nämlich die damit verbundene und ebenso unbedingt nötige Rezession (Konsolidierung)…und da hakt es leider ganz gewaltig, weil es common sense zu sein scheint, dass Rezessionen um jeden Preis zu verhindern bzw. zu verkürzen seien. Und das führt dann eben dazu, dass das „Auskurieren“ von Blasenbildungen regelmäßig zu einer Verschlechterung des Zustandes des gesamtsystems führt (die Dotcom-Blase war dafür ein sehr gutes Beispiel).

            Was die „Globalisierung“ angeht:

            Wenn Kapital in Lichtgeschwindigkeit um den Globus rasen kann, aber Arbeitskraft (selbstverständlcih) ortsgebunden ist, kann das eigentlich nur dazu führen, dass Kapital die Arbeitskraft massiv unter Druck setzt, man könnte auch sagen: erpresst.

            Ich glaube auch, dass man den Prozess der „Globalisierung“ in unterschiedlichen Teilen der Welt sehr unterschiedlich wahrnimmt: Ich kann zum Beispiel keinerlei zivilisatorischen Fortschritt darin erkennen, wenn Menschen in Bangladesh 14 Stunden pro Tag schuften, um H&M – Hemden zu nähen.

            Globalisierung hieß doch eigentlich bislang immer: „Wir drücken Euch genau den Lebens- und Arbeitsstil auf, den wir selber pflegen.“ … und dafür finde ich unseren („zivlisierten, westlichen“) Lifestyle viel zu unperfekt, als das ich mir wünschen würde, dass immer mehr Menschen rund um den Globus danach leben.

            Soweit ein paar Gedanken zum Frühstück… ich finde die Diskussionsbeiträge hier im Kommentarbereich äußerst hochklassig und es macht Spaß sie zu lesen, und auf den ein oder anderen Beitrag auch zu antworten!

            Schöne Grüße
            Waldemar Meyer

  7. Antwort auf:„Doch, was ist das Ziel dieses Spiels? Soll wirklich der Euro zerfallen? Ich verstehe weiterhin die Motive der USA nicht, die Euro-Zone dermaßen sturmreif schießen zu wollen“
    es ist noch nicht lange her, da wurden die banken der welt mit den faulen kreditpaketen aus us banken überschwemmt (mit dem gütezertifikat der US ratingagenturen), mit dem ergebnis, die „Weltbürger“ haben durch die notwendige rettung der banken sehr grossen teil der us schuldenpapiere beglichen. ein guter trick eigene schulden loszuwerden…

    es ist noch nicht lange her, da hat DSK den € (infolge der immensen US verschuldung) als die neue Leitwährung ins gespräch gebracht (leider ist er über sein libido „gestolpert“). außerdem haben auch die chinesen mit dieser alternative liebäugelt, und das würde bedeuten, plötzlich „wau“ nutzlose $ auf dem markt.

    und das haben wir jetzt, „die amis“ (ich möchte niemanden diskriminieren) sind verschuldet wie ein 3 welt land, und da wird einfach auf europa draufgeschossen.

    ich finde es nur „lustig“ das die Griechenland nur durch die unterstützung der us regierung und der ratingagentur Moody`s in die € zone es geschafft hat.
    wer da was böses denkt,….ich bin davon überzeugt, das man alles böse unterstellen darf (ich bin 70 jahre alt, und ich habe mich bisher im meinem leben nicht verarschen lassen)
    gute nacht, träumt schön, …..

    • DSK war aber nicht der Erste, der den EU als moegliche Leitwaehrung erwaegte. Von informierter US-amerikanischer Quelle hoerte ich schon Ende 2004, dass SADAM HUSSEIN schon einige Zeit vor dem Einmarsch der „Koalition der Willigen“ in sein Land mit dem Gedanken spielte, den USD als Oelwaehrung abzuschaffen und mit dem EU zu ersetzen. Dieser Quelle zufolge, war Husseins Ansinnen der wahre Grund fuer den Irak-Krieg und nicht „September 11“.
      Gruss aus Downunder.

  8. Hallo
    Ich kann Ihnen gerne einen kleinen Denkanstoss dazu geben warum die USA gerade alles daran setzen den EURO kurz und klein zu hacken und das wohl auch schaffen werden.
    Nun erstens sollte man den wichtigsten Punkt beachten welcher wohl ist das der US Dollar nach wie vor Welthandelswaehrung ist und somit Rohoel in US Dollar gehandelt wird spaetestens nun sollte es Ihnen daemmern stellen Sie sich vor die USA muessten das Oel in EURO bezahlen. Es fehlte nicht mehr viel und der Euro haette den US Dollar ab geloehst . Das galt und gilt es um jeden Preis zu verhindern. Bedenken Sie Dollar sowie Staatsanleihen sind fuer die USA leichter zu beschaffen als EUROS.

    Des weiteren fuehren die Industrienationen heute keine Konventionellen Kriege mehr gegen andere Nuklearmaechte oder Nato Partner also fuert man Wirtschaftskriege oder Waehrungskriege. Ich glaube persoenlich nicht das es zwischen Staaten sowas wie Freundschaft im eigentlichen sinne gibt es gibt nur Interessen die es zu vertreten gibt und die USA haben nun mal andere Interessen als Deutschland oder Frankreich oder ,,,, oder … oder ….

    Der Vorteil der USA liegt in dem absolut riesiegen Anleihenmarkt der mit Abstand groesste im Globalen Finanzwesen des weiteren die Kontrolle der Rating Agenturen sowie die wohl modernsten Streitkraefte der Welt. Zugegeben Sie haben verdammt viel Schulden aber das Blatt kann sich in den USA sehr schnell drehen sollte man anfangen von China massiv Einfuhrzoelle zu erheben so kann das massiv in der economy Chinas einschlagen und viele lange Gesichter produzieren.

    Die USA haben noch den ein oder anderen Trumpf im Aermel und wie sagt man so schoen “ Tod gesagte leben laneger “
    Man sollte dieses Land nieh unterschaetzen die Buerger der USA sind zu weit groesseren Opfern bereit als die meisten Arbeiter in der EU immer fuer eine Ueberaschung gut.

    Mein Fazit ist wir alle stehen vor einer sehr schwierigen Zeit einmal mehr wird Deutschland zeigen muessen das Sie in der Lage sind die Anstregungen zu meistern, leider sind diese Buerden die dem Deutschen Volk grade auf erlegt werden nicht ohne und auch zum grossen Teil nicht die Schuld des kleinen Mannes.

  9. Ich würde mir wünschen, dass der Autor nicht nur die „Spekulanten“ und all die anderen bösen Jungs der Welt im Blick hat, sondern auch jene sozialdemokratischen Blockparteien von SPD, Grüne, FDP und CDU/CSU, die uns den Schuldenberg zur Finanzierung sozialer Wohltaten über Jahrzehnte haben angedeihen lassen. Man kann doch nicht über die Folgen dieser Politik schimpfen, während man die politisch Handelnden nur wegen ihres möglicherweise verfehlten Managements in der Euro-Krise kritisiert, die Ursachen all des Übels aber abseits liegen lässt. Dazu gehört auch das undemokratische Wesen der Europäischen Union, die sich regelmäßig über den Willen der Völker hinwegsetzt. Und ebenso gehört dazu, dass man den Bürger auch in Deutschland das Recht gibt, in die Politik der gewählten Volksvertreter regulativ eingreifen zu können, wie es in der Schweiz oder in Deutschland auf Landesebene möglich ist. Mehr Demokratie wagen ist so aktuell wie vor 40 Jahren.

    • Hallo Herr Wernecke,

      vielen Dank für Ihren Kommentar, in dem Sie gleichzetig mehrere Dinge ansprechen.

      Hierzu zunächst 2 Antworten:

      1. Der Sozialbereich in Deutschland „kostet“ uns inkl. Rentensystem rund ein Drittel unseres jährlichen Bruttosozialproduktes. Das ist genauso viel wie vor 30 Jahren, her gab es also keinerlei Steigerungen, auch, wenn dies immer wieder in manchen Medien suggeriert wird. Teilsysteme, die das Gesundheitswesen, sind in Deutschland sogar im internationalen Vergleich deutlich günstiger, als z.B. in den USA.

      2. Den größten Schuldenzuwachs hatte die Bundesrepublik durch die deutsche Einheit. Diese wurde hauptsächlich über Schulden finanziert von denen bis heute kein einziger Cent zurückgezahlt ist, obwohl es klare Vorschläge gab, die Ausgaben der Einheit über massive Steuererhöhungen zu begleichen. Wie gesagt: ein Gegenkonzept zu Schuldenmacherei lag 1990 klar vor – in Form des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Lafontaine, der zur Finanzierung der Einheit massivste Steuererhöhungen, vor Allem auch bei Besserverdienenden angekündigt hat und dafür von uns allen brutal bestraft wurde. Wir haben uns also ganz bewußt für den vermeintlich „einfacheren“ Weg entscheiden.

      Wir müssen uns immer bewußt sein, dass es nicht nur „Blockparteien“ gibt, sondern dass es WIR sind, die genau diese Parteien wählen!
      Ich habe ziemliches Bauchweh bei der Implikation, dass wir alle sozusagen nur „Opfer“ einer Entwicklung seien und nichts dagegen machen könnten, denn:

      – Die Finanzkrise ist viel zu sehr die logische Folge unseres westlichen, kurzsichtigen, verschwenderischen, „auf-Pump-Lebensstiles“.

      – Die Staatsverschuldungen sind ebenso die logische Folge einer Bevölkerung, die alles immer sofort und am besten ohne irgendwelche Belastungen will.

      – Dazu kommt, dass uns viel zu sehr das Bewußtsein fehlt, dass jeder Geld-Schuld auch immer ein Geldvermögen in gleicher Summe gegenübersteht und dass JEDER, der bei uns eine Geldanlage tätigt (also auch jeder Sparer) und dafür Zinsen kassiert, dies nur machen kann, weil sich irgendwo anders dafür einer verschuldet (und eben die Zinsen bezahlt).

      Zu Ihrer Forderung „Und ebenso gehört dazu, dass man den Bürger auch in Deutschland das Recht gibt, in die Politik der gewählten Volksvertreter regulativ eingreifen zu können, wie es in der Schweiz oder in Deutschland auf Landesebene möglich ist. Mehr Demokratie wagen ist so aktuell wie vor 40 Jahren.“ kann ich nur antworten: JA! Gerade in den letzten Jahren bauen wir z.B. durch Medienkonzentration immer stärkere Demokratiedefizite auf. Aber: Auch jetzt haben wir bereits alle Jahre die Möglichkeit regulativ einzugreifen, in dem wir zu Wahl gehen, uns vorher informieren und uns kein X für ein U vormachen lassen. Darüber hinaus kann jeder von uns noch heute politisch aktiv werden und sich aktiv einbringen (auch all unsere Spitzenpolitiker kommen ja in der Regel nicht aus einem Klon-Labor, sondern haben sich meistens jahre- und jahrzehntelang politisch engagiert).

      Sie sehen, was aus meiner Sicht unter anderem zu tun ist, um aus einer rein passiven Opferrolle herauszukommen:

      1. Sich eine Meinung bilden
      2. Diese Meinung nach außen vertreten
      3. Zu Demonstrationen gehen (wer sich ärgert und nicht z.B. zu den „Occupy-Demos“ geht ist selber schuld)
      4. Sich politisch engagieren
      5. Wählen gehen
      6. Gerne Steuern zahlen und nicht alles durch Schulden finanzieren wollen

      Das war jetzt eine recht knappe Antwort, aber sie haben dankenswerterweise so viel Themen angesprochen, dass ich daraus viel Inspiration für zukünftige Artikel mitnehme… 😉

      Vielen Dank dafür und herzliche Grüße!

      Waldemar Meyer

  10. Die U.S. und A. versuchen in militaerischer Form den us $ als Handelswaehrung zu erhalten, auch auf Grund des Erstarkens der chinesischen Waehrung RMB.. Dazu passen Meldungen, nach dem das militaerische Engagement in der Pazifikregion massiv verstaerkt wird.
    Neue Basen in Australien, staerkere Abkommen mit Singapore, Indonesien, Sued Korea und Taiwan.
    Dazu sollte man wissen, das die Chinesische Waehrung RMB hauptsaechlich durch Warenwerte (Produktion) und in der Folge mit us amerikanischen Schuldverschreibungen gedeckt ist. China versucht dieses „Geld“ hauptsaechlich in Afrika und Suedamerika zu materialisieren / Rohstofffoerderung und Infrastrukturprojekte / Mozambique, Angola, Nigeria, Simbabwe, Uganda, Mali, Madagaskar etc.
    oder, und jetzt wird es gefaehrlich, durch europaeische EU Schuldverschreibungen zu decken.-Stichwort z.B. Kauf der Athener Hafenanlagen, etc. / Das wird versucht zu verhindern, indem man die betroffenen Laender unter Aufsicht des IWF stellt / Griechenland / oder militaerisch interveniert- neu hier Uganda, wo verstaerkt seit einigen Monaten us militaerische Praesens erhoeht wird, oder die Pazifikregion / Australien/ um den wirtschaftlichen chinesischen Waehrungshandel-Einfluss zu begrenzen. Beispiel Vietnam, verstaerktes wirtschaftliches Wachstum mit chinesischer Hilfe. In Nordvietnam existiert defakto eine Freihandelszone auf Basis der chinesischen Waehrung RMB. Zusaetzlich gibt es viele Rohstoffe vor der Kueste.
    All das unterminiert den us $ als Leitwaehrung, wenn der globale Handel nicht in dieser Waehrung stattfindet. Beispiel Russland, bis dato werden die Rohstoffe auf us $ Basis verrechnet. Gnade uns Gott, wenn die Russen das aendern…wollen.

    • Hallo!

      was ich nicht so ganzu verstehe: Sie schreiben oder, und jetzt wird es gefaehrlich, durch europaeische EU Schuldverschreibungen zu decken.-Stichwort z.B. Kauf der Athener Hafenanlagen, etc. / Das wird versucht zu verhindern, indem man die betroffenen Laender unter Aufsicht des IWF stellt / Griechenland / oder militaerisch interveniert

      …aber meines Wissens wurde der hafen Athen doch erst NACH dem Beginn der Griechenland-Krise verkauft – und so, wie ich es nachlesen konnte, wurde auch berichtet, dass man froh sei, das China als Investor und „Helfer in der Krise“ in Erscheinung trete…!?

      Schöne Grüße
      Waldemar Meyer

  11. Hallo Herr Meyer!

    Ich teile Ihre Einschätzung der Lage vollkomen.

    Sie sagen, Sie verstehen nicht, warum die Angelsachsen derart den Euro beschießen.
    Ich sehe folgende Strategie dahinter:

    Durch den Beschuss des Euro mithilfe von Medien und Ratingagenturen soll Europa derart stark unter emotionalen Druck gesetzt werden, derart die Angst vor dem Untergang geschürt werden, dass nur noch ein Ausweg bleibt:

    Die Dikatur in Europa als ausführender Arm der Finanzmafia…
    Schon sprechen die Verteidiger des Euros von der Stärkung der Zentralgewalt, die jetzt unbedingt notwendig ist um in ganz Eururopa durchzugreifen und durchzuregieren.
    Lesen Sie dazu etwa den Kommentar von Herrn Münchhausen, Financial Times Deutschland Mitarbeiter, im Spiegel von heute. 1. Dez. 2011.
    Er spricht von einer unbedingt notwendigen Stärkung der Zentralgewalt.

    Also die Strategie ist, Chaos und Angst zu erzeugen und dann
    eine Lösung anzubieten:

    eine Ordnungsmacht, eine zwangszweise Vereinigung Europas, natürlich unter der Knute der Oligarchen.

    Ein Ausstieg aus dem Euro wird selsbtverständlich als katastrophal von den Mainstream Medien beschrieben.

    • Lieber Herr Wessinger,

      vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar!

      Was Sie darlegen ist eine These (manche würden sie „Verschwörungstheorie“ nennen), die ich in letzter Zeit immer häufiger aus unterschiedlichen Richtungen höre:

      Die Theorie, dass die immer stärker immer schneller aufeinanderfolgenden Krisen keinesfalls durch Unkenntnis entstehen, sondern ganz bewußt in Kauf genommen, oder vielleicht sogar „gemacht“ werden.

      Nicht umsonst sprechen Manche davon, dass das, was wir seit bald 20 Jahren sehen nichts anderes, als ein Krieg einer wie auch immer gearteten Finanzaristokratie gegen ganze Bevölkerungen sei.

      Ich bin zwar auch der Meinung, dass es eine solche „Finanzaristokratie“ wirklich gibt (also Menschen, die völlig abgehoben vom Rest der Bevölkerung rücksichtslos ihr Süppchen kochen und gigantische Vermögen anhäufen), aber ich kann (noch?) nicht erkennen, dass hier irgendeine verschworene „Gruppe“ im Hintergrund agieren würde.

      Ich teile aber voll und ganz (z.B. beim Blick auf die europäische Union) die Ängste vieler Menschen vor einem undemokratischen Moloch und einer Art neuer Zentralgewalt bis hin zu diktatorischen Verhältnissen – solche Tendenzen gibt es zweifellos, nicht zuletzt zunehmend auch in Deutschland.

      Herzliche Grüße!

      Waldemar Meyer

      • die angst vor diktatorischen verhgältnissen in der eu teile ich nur solange, solange der finanzsektor noch nicht entmachtet ist. sobald großbanken filetiert sind und finanzinstitute auf ein nötiges maß zurechtestutzt, bringt eine intergrierte eu mehr vor- als nachteile!

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s