Ist die 4-jährige Korrektur beim Goldpreis jetzt vorüber?


Seit einigen Monaten erzähle ich Jedem, der es nicht hören will, dass sich derzeit bei den Edelmetallen Gold und Silber Preisbewegungen ereignen, die aus rein charttechnischer Sicht höchst interessant sind. Wir erleben beim Gold nun schon seit 2011 eine ausgedehnte Korrektur in einem Bullenmarkt, die nahezu idealtypisch verläuft. Zielmarken dieser Korrektur sind gemäß den sog. „Fibonacci-Retracements“: beim Gold USD 1.050 – 950, beim Silber ca. USD 12,80.

Noch vor zwei Jahren wurde man von so manchem Gold-Perma-Bullen als „irre“ beschimpft, wenn man solche Kursziele besprochen hat. Und es ist ja auch tatsächlich so: In einem Finanzsystem, das so fragil ist, dass es praktisch täglich zusammenbrechen kann, erscheint es prinzipiell höchst riskant und nicht sehr intelligent, zu einer Ersatzwährung, wie Gold auf Distanz zu gehen. Doch wir müssen hier unterscheiden zwischen den

·         fundamentalen Gründen, die in diesen Jahren (und schon seit Jahrtausenden) für Gold sprechen und einer

·         chart- bzw. markttechnischen Situation, deren Betrachtung eher kurzfristig hilft, um bei Preisaufschwüngen voll dabei zu sein.

Gerade bei Gold und Silber sind die Phasen, in denen Preiszuwächse stattfinden, oft sehr kurz, dafür sind die Aufschwünge umso erratischer. Mir geht es darum, dass Sie als Anleger nicht „mit der Herde“ das Gold pessimistisch sehen, wenn wir bereits 4 Jahre Korrektur hinter uns haben und es dann wieder spannend finden, wenn es weit über 2.000 USD steht.

Sieht aus, wie eine idealtypische 40 + x % Korrektur in einem Bullenmarkt // Quelle Chart: finanzen.net

Sieht aus, wie eine idealtypische 40 + x % Korrektur in einem Bullenmarkt // Quelle Chart: finanzen.net

Zur Ausgangsfrage: Ist die 4-jährige Korrektur beim Goldpreis jetzt vorüber? – Wohl eher nein! Denn, trotz eines weiteren Preisabschwunges in den letzten Wochen, wurden die Fibonacci-Kursziele dieser Korrektur immer noch nicht erreicht. Es fehlt noch: ein weiterer Preisrutsch + weitere Stimmungsverschlechterung, vielleicht sogar eine Art „Ausverkaufspanik“. Eine solche „Panik“ könnte ich persönlich mir sehr gut vorstellen, wenn der Goldpreis kurzfristig nochmal dreistellig werden würde.

All diese Überlegungen sind für denjenigen völlig irrelevant, der Gold verwenden möchte, um sein Depot abzusichern. Hier gilt nicht, WANN man gekauft hat, sondern DASS man überhaupt Gold besitzt.

Höchst spannend ist die charttechnische Betrachtung dagegen für denjenigen, der bereits Goldbestände hat und diese bei Gelegenheit weiter aufstocken möchte. Hier gilt es, das Tief der 4-jährigen Korrektur in etwa abzupassen, um bei darauffolgenden Preisaufschwüngen (rechtzeitig !) voll dabei zu sein. Selbstverständlich kann das Spiel „Warten auf die Bodenbildung“ jederzeit ruckartig beendet sein, wenn durch eine Extremnachricht (z.B. Kriegsereignis, Finanzkrise im USD-Raum o.ä.) der Goldpreis innerhalb kürzester Zeit nach oben katapultiert würde – dieses Risiko muß jeder „Abwartende“ bereit sein, einzugehen.

Wer bei der nächsten Aufwärtswelle im Gold „dabei sein“ möchte, der sollte jetzt allmählich (jedoch spätestens im Bereich 950-1000 USD) beginnnen „gierig“ zu werden und die alte Kaufmannsregel berücksichtigen, die die meisten Anleger leider häufig mißachten: „Im Einkauf liegt der Gewinn“.

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