Anleitung für weniger Schwachsinn im Leben


Keine Ahnung was speziell heute los war: ich habe selten einen Tag erlebt, an dem ich mich beim Blick in die Online-Auftritte der großen deutschen „Leitmedien“ so konsequent mit „Müll zugesch…“ (>>siehe diesen vorhergehenden Artikel) fühlte.

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Der SPIEGEL veröffentlicht unter der Überschrift „Assads Lügenshow im russischen Fernsehen“ ein Geschreibsel, das restlos jeden Kontakt mit dem Begriff „Journalismus“ verloren hat.

ASSADs Luegenshow

Ich weiß ja nicht welche Drogen morgens in der Redaktion der Landserpostille aus Hamburg gereicht werden – aber dieser „Artikel“ ist nun wirklich so boden- und schamlos, dass jede detaillierte „Rezension“ vollkommen verlorene Zeit wäre.

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Die Leserkommentare darunter (vermutlich hat ein Volontär vergessen, den Kommentarbereich zu sperren) sprechen eine erdrückend überdeutliche Sprache:

Komment1

Komment2

Komment3

Komment4

Komment5

Das Erschreckende ist das Selbstverständnis, das die „Journalisten“ des SPIEGEL währenddessen mitbringen: Wenn ein >>Jan Fleischhauer in einem seiner letzten Kommentare mutmaßt, die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der deutschen Presselandschaft fuße auf einer allgemeinen Unzufriedenheit mit „denen da oben“, so sagt dies aus, dass er sich selbst als Einen von „denen da oben“ sieht. Hierzu möchte ich einen früheren Vorgesetzten von mir, seines Zeichens Marketingleiter in einer großen deutschen Bank zitieren: „So ein Würstchen kaufe ich mir zum Frühstück.

So sieht also Einsicht zur Germanwings-Berichterstattung aus...!?

Was bitte hast DU mit „denen da oben“ zu tun?

Und ich kann dies bestätigen. Schließlich habe ich die entsprechenden Kaufverträge seinerzeit selber mit verfasst.

Redakteure, die das Glück haben, einen nicht nur 1-Jahres-, sondern sogar einen Mehr-Jahres-Arbeitsvertrag mit ihrem Haus abgeschlossen zu haben, sollten besser nicht vermuten, in irgendeiner Weise jetzt endlich „dabei“ zu sein. Sie sollten sich lieber erkundigen, wie die tatsächlichen Machtverhältnisse in diesem Land sind. Und da kann ich als ehemaliger Großbanker nur sagen: „Vergesst es: Ihr habt verloren. Wir haben die Macht.

Wie praktisch, dass es dennoch immer wieder journalistischen Nachwuchs gibt, der hochmotiviert in sein Elend startet! So, zum Beispiel Julian Röpcke, seines Zeichens seit Mai diesen Jahres „Multimedia-Redakteur“ bei BILD.

Herr Röpcke posiert in seinem Twitter-Account gerne vor Kampfflugzeugen, beleidigt Twitter-Diskutanden und zeigt sich ansonsten als glühender Verfechter EINER politischen Linie (z.B. Putin schlecht, Azov-Battailon gut) – was ihn per se zu allem Möglichen macht, nur eben nicht zu einem Journalisten.

RoepckeTwitter

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RoepckeBeleidigung

Bizarr erscheint auch hier das Selbstverständnis: Wenn Herr Röpcke zum Einstand als „Multimedia-Redakteur“ der BILD schreibt…

… dann fühlt man sich von dieser Person intellektuell beleidigt. Ich jedenfalls hatte das Glück, dass ich in der achten Klasse im Gymnasium eine Deutschlehrerin hatte, die mit uns detailliert die Schreibweise, Struktur und Aufbau der BILD durchgegangen ist, damit wir erkennen lernen, wie Kampagnenjournalismus funktioniert.

Dies wurde in der neunten Klasse durch einen Lehrer in „Sozialkunde“ nochmal bekräftigt, sodaß ich seitdem weiß, wie ich BILD und „Welt“ einzuordnen und zu verstehen habe. – Gut, das waren bayerische Gymnasien… und Herr Röpcke mag vielleicht dieses Niveau von echter BILDung nicht genossen haben…?  – Oder er steht einfach unter dem Druck, seine Miete bezahlen zu müssen.

Wo wir gerade bei vermeintlicher Bildung sind, so lohnt sich ein Blick in die ZEIT, die sich leider offenbar ihren zweifelhaften Ruf als Transatlantiker-Hetzblatt kultivieren möchte:

ZEIT_Syrienkrieg
Kriegstreiberei vom Feinsten – und übrigens (was für ein Zufall…) parallel zu >>Welt, >>FAZ, etc. die uns heute alle das Lied singen von „Putins Krieg in Syrien“, auf den man unbedingt reagieren müsse….

Die ZEIT wird bekanntlich von Leuten herausgegeben, die (naja, wie soll man es formulieren?)… so „eingleisig“ unterwegs sind, dass sogar ein Parvenu, wie Gerhard Schröder sie vorführen kann:

Was also tun, wenn Schwachsinn, Nato-Propaganda und Kriegshetze mal wieder Überhand nehmen? Hier zwei Tipps, die ich selbst durchexerziert habe, bzw. gerade anwende:

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1. Schmeißen Sie Ihren Fernseher weg

Wirkt Wunder. Sie werden merken: Die eingesparte Zeit vor dem Verdummungsapparat lässt sich hervorragend nutzen. Sie schlafen Abends besser ein und sparen Strom. Wer „heute-journal“ (mit dem Transatlantiker >>Claus Kleber) und „Tagesthemen“ (mit dem Transatlantiker >>Tom Buhrow) immer noch mit „Information“ verwechselt, wird begeistert sein über die Erkenntnisse, die ihm alternative Informationsquellen bieten werden. Hirnloser Schwachsinn, wie „Schlag den Raab“, „Deutschland sucht… bla bla bla…“ oder der „Musikantenstadl“ wird Ihnen garantiert nicht abgehen. Und gute Qualitätsserien können Sie jederzeit bewußt im Internet konsumieren.

Klar gibt es noch die GEZ-Gebühr, um die wir alle nicht herum kommen. Aber Insider rechnen bereits damit, dass die digitale Revolution auch dieses Relikt aus den 80er Jahren schon bald hinweg fegen wird.

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2. Blocken Sie Websites

Voraussetzung dafür ist, dass Sie einen >>Firefox-Browser haben. Laden Sie sich dazu ein sogenanntes Add-On herunter, das es Ihnen erlaubt, bestimmte Websites und deren Unterseiten auf Ihrem Browser zu sperren, zum Beispiel das Add-On: Block site

Block site

Dort können Sie dann alle Websites sperren, die Sie bislang mit Kriegshetze, Propaganda oder schlicht Schwachsinn genervt haben. Dies sieht dann zum Beispiel so aus:

Block site Menu
Folge ist, dass Sie diese Websites von Ihrem Computer nicht mehr aufrufen können. Wie Sie die damit entstehende Freizeit nutzen, bleibt Ihnen überlassen. Nur soviel: Genießen Sie die neu gewonnene Freiheit, nicht täglich (wie mein Ex-Chef es auszudrücken pflegte) „mit Müll zugeschissen“ zu werden. Lesen Sie gute Bücher! Führen Sie interessante Gespräche! Sie werden bemerken, wie gut das tut.

Dies wird somit mein letzter Kommentar zu einem spiegel-online-Artikel gewesen sein. Ich verabschiede mich von einem Nachrichtenportal, dem ich seit 1999 die Treue gehalten hatte und, welches zu Konsumieren für mich so selbstverständlich geworden war, wie die tägliche Tasse Kaffee am Morgen.

Doch wenn ich wiederholt erkennen muß, wie ich mit hirnfreiem Blödsinn manipuliert werden soll, dann ist halt irgendwann auch mal Schluß mit Lustig.

Adieu ZEIT, Adieu SPIEGEL… wenn ich Euch irgendwann im Wartezimmer einer Arztpraxis begegnen sollte… dann werde ich vielleicht wehmütig werden… und im Gedenken an alte Zeiten mit zitternder Hand Eure bazillenverseuchten Titelseiten doch noch einmal aufschlagen…

Oder auch nicht.

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