Schaut auf diese Stadt!


München, im Oktober 2015:

Während in Dresden irgendwelche „Besorgten“ gegen die Islamisierung des Erzgebirges demonstrieren, empfängt die bayerische Landeshauptstadt München die Flüchtlinge perfekt organisiert, planvoll und mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerkes am Bahnhof. Die Menschen werden direkt in Busse gebracht und sofort in vorbereitete Unterkünfte gefahren, wo sie registriert werden. Die Bevölkerung zeigt sich solidarisch, es bilden sich freiwillige Hilfsinitiativen. Menschen versammeln sich am Hauptbahnhof, um die Flüchtlinge und Asylbewerber zu begrüßen.

 

München, am 22. Juli 2016 abends:

Sandy K. aus Dresden postet auf facebook: „Jetzt bekommen die Bahnhofsklatscher, was sie verdienen!“ Zur gleichen Zeit suchen in München Polizisten und Sondereinheiten fieberhaft nach drei mutmaßlichen Attentätern. Münchner Bürger flüchten von den Straßen und verbarrikadieren sich in ihren Wohnungen.

Während im sächsischen Clausnitz die Polizei es nicht einmal geschafft hat, ein paar dutzend Idioten von einem Bus fern zu halten, riegeln die Münchner Polizisten innerhalb von 15 Minuten ein Areal in der Größe von 20 Fußballfeldern hermetisch ab.

Während in Berlin ein provinzieller Innensenator >>tagtäglich beweist, dass er mit seiner Aufgabe restlos überfordert ist, spulen die Münchner Sicherheitskräfte ein perfekt organisiertes Programm ab, mit dem sie die Stadt innerhalb von nur einer Stunde komplett in den Griff bekommen.

Während Führungspersonen der AfD ihre abendlichen Kommentare auf Twitter mit einem triumphierenden „#AfD wählen!“ einleiten und damit einmal mehr demonstrieren, dass eine asoziale Grundhaltung erst dann richtig zum Strahlen kommt, wenn sie sich mit einer ordentlichen Portion Dummheit paart …stellen Münchnerinnen und Münchner, der bayerische Landtag und Münchner Moscheen unter dem Hashtag >>#OffeneTür kostenfreien Unterschlupf für verängstigte Menschen zur Verfügung.

Afd Wählen

 

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#offenetür_München

Der Rainer zu München.PNG

 

Während ein Maximilian Krah, Vorstandsmitglied der CDU in… ach ne, was für ein Zufall… Dresden auf Twitter postet…

CDU_Dresden zu München

…twittert die Münchner Polizei in vier verschiedenen Sprachen Informationen zur aktuellen Sachlage.

Während der Leiter der Polizeidirektion Chemnitz, Uwe Reißmann, nach den Übergriffen von Clausnitz in einer Pressekonferenz bewiesen hat, >>dass man nicht nur aussehen, sondern auch reden kann, wie ein Vollversager, spult der Münchner Polizeisprecher mit dem urbayerischen Namen Marcus da Gloria Martins ein Pressestatement nach dem anderen mit stoischer Professionalität und Ruhe ab.

 

Die Bürger der traditionell „rotgrünversifften“ Stadt München zeigen der Republik einmal mehr, wie es geht: Solidarität unter der Bevölkerung. Organisation, Professionalität und Ruhe in extrem herausfordernden Zeiten. Zusammenarbeiten und friedlich bleiben, statt aggressiv auf vermeintlich Wehrlose einzuprügeln. Und wer nun reflexhaft das, gerne im Rest Deutschlands verwendete Totschlagargument „Ja, die verdienen ja auch viel mehr“ entgegnen möchte, der möge bitte drei Dinge tun:

  1. Mir erklären, was menschliche Solidarität mit Geld zu tun hat.
  2. Sich die Fähigkeit aneignen, Netto versus Brutto zu rechnen.
  3. Mal kurz überschlagen, wieviel Geld jeden Monat übrig bleibt, wenn man 18 Euro Miete pro Quadratmeter bezahlen muß – und zwar kalt.

 

Am fünften Jahrestag der Anschläge des christlichen Attentäters Markus Breivik haben Münchnerinnen und Münchner wieder einmal eindrucksvoll demonstriert, dass man mit bester Organisation, Ruhe und gegenseitiger Solidarität selbst schwierigste Phasen überstehen kann.

Alle Münchner? Nein. Um circa 18:15 Uhr brüllt >>ein knapp sechzigjähriger Baggerfahrer im Unterhemd mit Bierflasche in der Hand „scheiß Kanaken“ vom Balkon. Der Achtzehnjährige auf dem gegenüber liegenden Parkhaus erwidert: „Scheiß Türken“.

Na, wenigstens da: ein kleines Stück durchschnittliches Deutschland – mitten in München.